The Australian Philatelist


Volume 5 / 2017 (issued: 2017 Dec. 15)

von Manfred Klimmeck, Schöneck

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Suchbegriffe: Queensland, Dubletten

Nachdem die “zwei-Nummern-Serie” 1890 mit der ½ d und der 2  ½ d gestartet wurde und 1895 die 5d hinzukam, gibt es vom 17. September 1896 bis August 1897 jetzt auch die 1d. Es wurden 12.549.432 Marken verausgabt.

QLD WT2 1d Mi 93

 

  • Michel listet dieses Design nur unter:
    • WZ 6 (Krone über Q) (Wasserzeichen-Papier von Alexander Cowan & Sons)
      • P 12 ½ :13
        • Nr.93: Zinnober (Vermilion)
      • P 12 : 9 ½
        •  wird unter derselben Nummer gelistet, ohne dass hierfür ein Preisunterschied ausgewiesen wird

 

Bei Scudder werden verschiedene Farbschattierungen gelistet und den unterschiedlichen Settings und somit unterschiedlichen Zeiträumen zugeordnet. In den Katalogen gibt es aber keine Unterschiede.

Auch bei Stanley Gibbons wird keine weitere Variante gelistet, was für Queensland Marken eine große Ausnahme darstellt.

Typen und Flaws nach “Queensland Postage Stamps 1879 to 1912” von Kenneth F. Scudder (2016):

Dieser wunderschöne Wälzer, der erst kürzlich erschienen ist, zeigt allerdings eine große Vielzahl von Variationen. Auch wenn dies ggf. nicht preisbestimmend, ist es Wert, die Marken einzeln zu prüfen und zuzuordnen.

Typen I bis IV:

Type I:

QLD WT2 1d Type I 1

QLD WT2 1d Type I 2

QLD WT2 1d Type I 3

 

Die Kriterien 2 und drei sind nicht immer zu erkennen.

Basis ist, dass vor der zweiten Schraffur-Linie am Hals (von oben) die Außenlinie fehlt.

Häufig ist die Außenlinie des weißen Ovals oberhalb des zweiten “N” von “QUEENSLAND” unterbrochen.

Für das dritte Kriterium sollte man als Referenz zur Sicherheit ein postfrisches Exemplar wählen. Unter dem Rahmen links unten unter dem “ONE” gibt es eine zusätzliche farbige Linie.

Type II / IV:

QLD WT2 1d Type II

 

Bei den Typen II und IV findet man häufig eine oder mehrere zusätzliche farbige Linien links von linken Rand. Es gibt hier verschieden starke Ausprägungen von denen die oben dargestellte Variante ist.

Type III:

QLD WT2 1d Type III

 

Bei Type III gibt es mehrere Hinweise für die man idealer Weise eine postfrische Marke benötigt.

Das einfachste Zeichen, was aber nicht immer auftritt, ist der kleine farbige Punkt der außerhalb der oberen rechten Ecke sichtbar ist.

Auf der rechten Seite ist der zehnte Punkt von unten mit der weißen Linie daneben verbunden und auf der linken Seite ist es der achte Punkt von unten (hier nicht sichtbar).

Die Außenlinie vor dem Kehlkopf ist hier zwar durchgängig aber die zweite Schattenlinie von oben reicht nicht bis ganz an die Außenlinie.

Flaws in unterschiedlichen Positionen:

“Y” Flaw:

QLD WT2 1d Flaw Y

 

Der Querstrich am “Y” von “PENNY” ist deutlich zu sehen.

Dies kommt im ersten, zweiten und dritten Setting vor und jeweils an unterschiedlichen Positionen.

“L” Flaw

QLD WT2 1d L Flaw

 

Am “L” von “QUEENSLAND” gibt es oben auf der linken Seite im Winkel einen dickeren weißen Strich Richtung dem weißen Oval.

 

Die Flaws – from the single 1d die:

QLD WT2 1d die Flaws

 

Diese drei Flaws findet man recht häufig.

Im oberen Rahmen berührt der Punkt über dem linken Bein des ersten “N” von “QUEENSLAND” das Oval darunter.

Das innere farbige Oval ist durchbrochen oberhalb zwischen “E” und “P” von “ONE PENNY”.

Oben rechts gibt es einen farbigen Punkt auf dem vierten Punkt von rechts, so dass dieser kaum noch zu sehen ist.


 

Settings:

Die Marken wurden in drei unterschiedlichen Settings herausgegeben, die jeweils unterschiedliche Flaws aufweisen.

  • First Setting (Sep. 1896 – Mar. 1897)
  • Second Setting (late Mar. 1897 – May 1897)
  • Third Setting (June 1897 – July 1897)

 

First Plate Setting:

No. 1:

Ein dicker vertikaler Fleck zwischen “UE” von “QUEENSLAND”.

Laut Scudder soll dieser sich in einer weißen Linie fortsetzen, durch das Oval bis zu den Nasenlöchern. Dies ist hier nicht zu erkennen.

 

No. 120:

Auf dieser Nummer gibt es fast 60 Flaws, die hier in der Reihenfolge des Erkennens gelistet werden:

1:

QLD WT2 1d S1 F120 Y

 

Zunächst ist hier der Punkt unten links vom “Y” in “PENNY” relevant. Dies gibt es aber in mehreren Varianten und bei allen Settings.

Wichtig ist daher zusätzlich der weiße Fleck auf dem achten Fleck von oben am rechten Rand.

2.

QLD WT2 1d S1 F120 EN

 

Weißer Fleck verbindet oben “EN” von “QUEENSLAND”. (Type II / IV)

3.

QLD WT2 1d S1 F120 U

 

Das “U” von “QUEENSLAND” ist durch einen Flaw innen unten verdickt.

4.

QLD WT2 1d S1 F120 P

 

Das “P” von “PENNY” ist ausgefüllt und es gibt einen Flaw beim zweiten “N”. Des Weiteren gibt es Flaws an der Ziffer unten rechts. Zusätzlich ist noch das innere farbige Oval häufig unterbrochen.

5.

QLD WT2 1d S1 F120 E

 

Auf dem mittleren Balken des “E” von “PENNY” liegt ein deutlicher Flaw.

Schwerer zu erkennen ist ein senkrechter weißer Strich unter dem erst Bein des ersten “N”, vom weißen Oval über den weißen Rand bis zum Punkt im Rand.

6.

Hervorstechend ist die Verbindung zwischen “NS” von “QUEENSLAND”. Zusätzlich müsste es noch eine zwischen “PE” von “PENNY” geben, die hier nicht sichtbar ist. Ebenfalls deutlich sichtbar ist, dass die Außenlinie am Kehlkopf beim zweiten Schraffierungsstrich unterbrochen ist, und es sich somit – wie erforderlich – um Type I handelt.

In anderen Kombinationen taucht der “NS”-Fleck auch bei anderen Settings auf.

QLD WT2 1d S1 F120 NS Ohr

 

Für ein weiteres Kennzeichen musste die Vergrößerung erneut verdoppelt werden. Die Schraffur ist in der Linie unter dem Ohr genau auf Höhe der vorderen Spitze des Ohres unterbrochen, wodurch eine kleine senkrechte Linie entsteht.

 

 

Second Plate Setting:

No. 66:

QLD WT2 1d S2 F66

 

Es fehlt die rechte Hälfte des oberen Randes. Dies gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Laut Scudder fehlt die gesamte rechte Hälfte und ebenfalls ein Teil des linken oberen Randes.

Dieses Bild gibt daher nur eine Idee davon, wie es aussehen könnte.

Wichtig ist, dass es sich um Type II handelt, die Außenlinie vor dem Kehlkopf somit durchgängig sein muss.

 

No. 120:

Auf dieser Nummer gibt es fast 30 Flaws, die hier in der Reihenfolge des Erkennens gelistet werden:

QLD WT2 1d S1 Flaw 120 1

 

Am rechten Aufstrich des “U” von “QUEENSLAND” gibt es einen weißen Pickel. Hier sitzt er in der Mitte; in anderen Nummern auch oben oder unten. Dann wird aber nicht Type II (wie hier) verwendet und es ist das erste oder dritte Setting.

 

Third Plate Setting:

 

 

No. 117:

QLD WT2 1d S3 F117

 

Der obere Teil des Abstrichs vom “P” von “PENNY” ist dicker. (könnte auch Flaw 85 sein)