Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle beschrieben, wie spannend und informativ es sein kann, auch große Mengen von Massenware zu untersuchen. Im Artikel “Der Papierkorb kann warten” ging es um Marken aus Victoria.

Jetzt habe ich aus allen Dubletten-Alben 700 Exemplare der 1d mit den Wertstufen in allen 4 Ecken zusammengetragen.

QLD Mi 105 Sägezahn

 

Die hier gezeigte Variante mit farbloser Sägezahn-Perforation gehört mit 8€ ** und 6€ (*) schon zum Hochpreissegment. Mit normaler Perforation steht die Nr. 95 (Wz 6) mit 30 Cent und die Nr. 115 (Wz. 10) mit 50 Cent im Katalog.

Bei der Analyse geht es somit nicht um das, was bereits im Michel-Katalog steht, sondern um Druckvarianten, besondere Stempel oder ähnliches.

Ermittlung der möglichen Besonderheiten laut Katalog

 

  • Michel listet dieses Design unter:
    • WZ 6 (Krone über Q)
      • P 12-13
        • Nr.95: ziegelrot
      • Sägezahn in scharlachrot
        • Nr. 105 A: farblos
        • Nr. 105 C: farblos und P 13
        • Nr. 105 D: schwarz
        • Nr. 105 E: schwarz und P13 (100€ / 130€)
    • WZ 10 (Krone über A)
      • lebhaftrot
        • Nr. 115 A: P 12 ½ – 13
        • Nr. 115 B: P 13:11 – 12 1/2

Bei Stanley Gibbons kommt die Variante WZ 6 noch zusätzlich mit P 12 und einem zusätzlichen Rot-Ton vor und zur Sägezahn-Version gibt es ebenfalls leichte Zähnung-Abweichungen.

Im Verhältnis zu anderen Marken, wo Gibbons mindestens die doppelte Anzahl an Ausprägungen ausweist, ist hier die Ausbeute eher dürftig.

 

Typen nach “Queensland Postage Stamps 1879 to 1912” von Kenneth F. Scudder (2016):

Dieser wunderschöne Wälzer, der erst kürzlich erschienen ist, zeigt allerdings eine große Vielzahl von Variationen. Auch wenn dies ggf. nicht preisbestimmend, ist es Wert, die Marken einzeln zu prüfen und zuzuordnen.

Die Marken von 1897 mit 4 Ziffern basieren auf der Druckvorlage für die Marken von 1896 mit nur zwei Ziffern unten. Die vier Ziffern an Stelle von zwei basieren auf einer postalischen Anordnung und dienten dem schnellere Erkennen der unterschiedlichen Wertstufen bei aufgeklebten Marken, vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen, da dort die Farbe als Unterscheidungsmerkmal nicht zur Geltung kommt.

Die Druck-Basis wurde immer für eine Einheit von 4 Marken erstellt und nennt sich “Die”. Ein “Die” kann somit aus bis zu vier unterschiedlichen Typen bestehen.

Erwartungsgemäß findet man auch bei 700 Marken nicht alle Varianten; aber was dabei war, möchte ich hier zeigen.

Die I:

QLDWT4 Die I Types 4/3 // 2/1

 

Ein Glücksfall zur Beschaffung von eindeutigem Referenz-Material ist es natürlich, wenn man eine solche Einheit findet, auf der alle 4 Typen ersichtlich sind.

Es gibt häufig mehrere Unterscheidungsmerkmale, die aber nicht immer alle je Marke sichtlich sind. Es wurde hier jeweils nur das prägnanteste genannt und gezeigt.

Typ 1 (unten rechts):

Der Fuß der “1” oben rechts berührt das innere Oval.

QLDWT4 Die 1 Type 1 (Vergleiche)

Das Wort “berührt” ist leider nicht trennscharf. Oben sieht man drei Variationen dieser Marke. Ganz links ist die “1” zweifelsfrei nicht verbunden, rechts ist dies zweifelsfrei erfolgt.

Der überwiegende Teil der Marken bewegt sich aber im Bereich der mittleren Marke. Es gibt eine Verbindung, die aber durch einen mehr oder weniger feinen Strich “gelockert” wird. Ggf. ist dies ein Farbfleck auf der hellen Verbindung, ggf. ist diese aber auch unterbrochen.

Es ist für mich daher unklar, ob hier ein Type I vorliegt.

QLDWT4 Die 1 Type 1 (fraglich?)

 

 

Es gibt nämlich auch Marken, wo diese Trennung intensiver ist, wie in diesem Beispiel. Aber auch wird von der linken Seite, d.h. vom Oval eine Verbindung “angestrebt”.

Konkret übersetzt bedeutet die Beschreibung nämlich, dass ein Flaw auf dem Oval zu einer Verbindung führt.

Aktuell werde ich somit alle diese Varianten als Type 1 einstufen.

 

 

 

 

 

 

Es wurden 215 Marken diesen Typs gefunden.

Typ 2 (unten links):

Das “Dreieck” zwischen dem linken Abstrich und der Diagonale ist kürzer und oben nicht so spitz. Zum Erkennen ist ein direkter Vergleich notwendig.

QLDWT4 Die 1 Type 2

 

Im direkten Vergleich ist Ursache sehr schön zu sehen. Links kam ein weißer Fleck hinzu, durch den die Spitze kürzer und stumpf geworden ist. Durch den kleinen roten Punkt darüber sieht man ebenfalls, wo das “natürliche” Ende gewesen wäre und dass hier doch schon ein signifikantes Teil fehlt.

In der Praxis hat man keinen Vergleich mir 1.200 dpi zur Verfügung. Dort muss man prüfen, ob der rote Keil oben spitz oder stumpf ausläuft.

Es wurden 142 Marken diesen Typs gefunden.

Wahrscheinlich gab es mehr Marken, aufgrund der teilweise unklaren Zuordnung bleibt aber zurückhaltend bei der Einstufung.

QLDWT4 Die 1 Type 2 (2. Flaw)

 

Zum Glück gibt es ja noch ein zweites Kriterium, was man aber wirklich erst dann gesichert hinzufügen konnte, nachdem dies bei allen Marken mit dem entsprechenden “N” auf verifiziert werden konnte.

Links sieht man den zusätzlichen roten Punkt.

Ich habe keine Marke mit dieser Kennzeichnung gefunden, die – nach entsprechender Prüfung – auch das benötigte “N” zeigte. Gerade dann, wenn das “N” überstempelt wurde, kann hierüber die Einordnung vorgenommen werden.

Typ 3 (oben rechts):

QLDWT4 Die 1 Type 3

 

Auf der Höhe des oberen Endes der “1” unten rechts gibt es eine kleine weiße Ausbuchtung oder Punkt am rechten senkrechten weißen Rahmen. Drei Punkte im Außenrahmen höher gibt es eine weitere Ausbuchtung; dieses Mal nach außen.

Dies findet man nur, wenn man weiß, wonach man suchen muss. Daher hier noch eine Ausschnitts-Vergrößerung eines weiteren Beispiels.

 

 

 

 

 

 

 

 

Aber auch hier gibt es noch ein zweites Zeichen, welches auch nicht immer zu sehen ist.

QLDWT4 Die 1 Type 3 (Flaw 2)

 

Einer der Punkte des oberen Rahmens berührt den weißen Innenkreis und zwar genau oberhalb des linken Aufstrichs des ersten “N” in “QUEENSLAND”.

In diesem Beispiel sind fast zwei unterschiedliche Punkte übereinander zu erkennen. Es läßt sich aber leicht erahnen, dass eine minimale Verschiebung das Bild eines gemeinsamen Punktes ergibt, der nach unten ausläuft.

Es wurden nur 71 Marken diesen Typs gefunden.

Typ 4 (oben rechts):

Das Ornament oberhalb der “1” links unten berührt die senkrechte weiße Linie links davon.

QLDWT4 Die 1 Type 4

 

Nicht immer ist es so klar zu sehen, wie auf der linken Marke. Manchmal gibt es nur eine sehr dünne Verbindung zum Rand. Auf jeden benötigt man eine gute Lupe.

Aber auch hier gibt es ein zweites Merkmal, welches aber nur finden ist, wenn man genau weiß, was man wo zu suchen hat.

QLDWT4 Die 1 Type 4 (2)

 

Der senkrechte Rand vom rechten oberen Dreieck geht nach unten nicht vollständig auf den ovalen Rand. An anderen Ecken kommt es immer mal wieder vor, dass der Rand nicht vollständig erreicht wird. Oben rechts aber nur bei Die 1 und Type IV.

Es wurden 90 Marken diesen Typs gefunden.

Die 2 und Die 2a

In Die 2 gibt es nur eine minimale Abweichung bei Type IV und bei Die 2a noch eine Kleinigkeit bei Type II.

Dies ist aber selbst mir zu minimal, um darauf einzugehen.

Alle diese drei unterschiedlichen Die s (d.h. jeweils eine Einheit von 4 Marken) finden sich im Master Electro von 60 Marken (6 x 10). Es gibt somit 15 Quadruples (4-er Einheiten) und zwar 6 Die 1, 8 Die 2 und 1 Die 2a.

Plates 1 – 9

Es ist faszinierend, dass man auch bei diesen “Billig-Marken” die Analyse auf Platten-Ebene betrieben kann, da entsprechende Hinweise dokumentiert wurden.

Da unterschiedliche Die s für eine Plate verwendet wurden, werden im weiteren die Flaws und Abweichungen auf Platten-Ebene beschrieben.

Die meisten Platten bestanden aus zwei Bögen zu 60 Marken. Es gab aber auch Platten mir 3×40 Electros.

Verschiedene Platten wurden durchaus gleichzeitig eingesetzt. Dies galt aber nur bis inclusive der Platte 7, d.h. für die Zeit von 1897 – Ende 1907. In dieser Zeit wurde das Wasserzeichen “Krone über Q”  verwendet und danach “Krone über A”. Für jede Platte gab es somit ein “vorgeschriebenes” Wasserzeichen, was dann sicherlich auch zur Identifizierung dienen könnte. Die Platten 8 und 9 wurden bis Ende 1912 verwendet.

Leider ist es nicht möglich – weil es halt auch keinen Spaß macht – für 700 Marken alle 120 möglichen Flaws zu prüfen. Ohne ein Beispiel weiß man nicht, wonach man suchen soll und dann hat man kaum eine Chance.

Aus diesem Grund habe ich alle “Besonderheiten” herausgesucht und versuche im Nachgang einen passenden “Flaw” zu finden.

Im ersten Schritt sollte man die Marken mit dem Wasserzeichen “runde Krone über A” (RCA) nehmen, da hierfür nur die Flaws für die Platten 8 und 9 in Frage kommen können

Plate 1:

(2×60; August 1897 – Juni 1899)

No. 1 (und 47 ?):

QLD WT4 1d Plate 1 Flaw 1 and 47

 

Relevant ist das erste “E” von “QUEENSLAND”. Der Mittelteil ist in beiden Fällen eindeutig dicker als beim zweiten “E” rechts daneben.

Bei Flaw 1 (links) entsteht die Verdickung durch einen weißen Fleck zwischen dem mittleren und dem unteren Balken.

Bei Flaw 47 befindet sich der weiße Punkt, der die Verdickung bewirkt innerhalb (!) des unteren Teils. Hier bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, zumal weiteres Vergleichsmaterial fehlt

No. 47?  (und 1):

QLD WT4 1d Plate 1 Flaw 1 and 47

 

Relevant ist das erste “E” von “QUEENSLAND”. Der Mittelteil ist in beiden Fällen eindeutig dicker als beim zweiten “E” rechts daneben.

Bei Flaw 1 (links) entsteht die Verdickung durch einen weißen Fleck zwischen dem mittleren und dem unteren Balken.

Bei Flaw 47 befindet sich der weiße Punkt, der die Verdickung bewirkt innerhalb (!) des unteren Teils. Hier bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, zumal weiteres Vergleichsmaterial fehlt

No. 51:

QLD WT4 1d Plate 1 Flaw 51

 

Der linke Rahmen wird am oberen Ende verdickt durch eine feine, farbige Linie außerhalb des Rahmens.

 

No. 52

QLDWT4 1d Plate 1 Flaw 52

 

Die siebente Schattierungs-Linie von unten (Achtung: da erst die zweite Linie vollständig ist, beginnt man hier zu zählen) weist auf der Rückseite des Nackens einen Bruch auf, wodurch ein kleiner weißer Fleck entsteht.

No. 63

QLDWT4 1d Plate 1 Flaw 63

 

Relevant zur Identifizierung ist der Bruch im inneren Oval unterhalb des “D” von “QUEENSLAND”.

Da von fünf gefundenen Exemplaren zusätzlich den Bruch unter dem “N” aufweisen, habe ich diese Darstellung mit beiden Brüchen gewählt.

No. 72

QLDWT4 1d Plate 1 Flaw 72

 

Ein dicker weißer Fleck am “O” von “ONE” ist hier ganz deutlich zu sehen. Auf zwei weiteren Marken ist dieser Punkt erheblich kleiner.

QLDWT4 1d Plate 1 Flaw 72 links

 

Das zweite Kriterium “verschiedene weiße Punkte oberhalb und rechts vom Ornament auf der linken Seite” ist schwer zu identifizieren. Auf alten Marken gibt es häufig kleinere Abschürfungen, die mit Druck-Besonderheiten natürlich nichts zu tun haben.

Auf dem Scan oben ist eine sehr gut erhaltene postfrische Marke zu sehen, auf der ggf. beide Kriterien zu sehen sind.

No 92

QLDWT4 1d Plate 1 Flaw 92 oben

 

In der linken oberen Ecke findet sich rechts von der “1” ein Punkt. Insgesamt habe ich 6 Exemplare gefunden mit unterschiedlicher Intensität des Punktes. Meistens ähnelt dies der Variante oben rechts.

QLDWT4 1d Plate 1 Flaw 92 rechts

 

Als zweites Kriterium gelten einige unklare weiße Stellen am unteren Ende des Ornamentes an der rechten Seite. Hier habe ich nur ein Exemplar gefunden, welches passen könnte.

No. 114:

QLD WT4 1d Plate 1 Flaw 114

 

Es gibt verschiedene Marken im Analyse-Bestand, die vergleichbare Kennzeichen aufweisen aber keine zwei, die genau identisch sind.

Relevant ist der Punkt unterhalb des “E” von “PENNY”. An diesem Punkt gibt es einen kleinen, weißen, gebogenen Flaw. Im Gegensatz zu sonstigen Beschreibungen ist er somit nicht rund.

 

No. 120

QLDWT4 1d Plate 1 Flaw 120

 

Dieser Flaw zeichnet sich dadurch aus, dass der untere Rahmen fehlt.

Links fehlt dieser Rahmen ohne Zweifel. Ob die Marke rechts dazu gehört, ist nicht klar.

Plate 2:

(3×40; Juni 1899 – September 1899)

Diese Platte wurde zusammengesetzt aus den oberen vier Reihen der beiden Elektros von Plate 1 und vier Reihen eines neuen Elektros. In acht von zwölf Reihen findet man somit die Fehler von Plate 1 wieder.

No. 111

Hierzu konnte ich leider keine Marke finden. Hier geht eine der untersten Schattierungslinien im vorderen Brustbereich bis zum Oval und ist mit diesem verbunden.

Plate 3:

(2×60; September 1899 – Mitte 1904)

No. 2

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 2

 

Zum Glück gibt es zwei Kriterien, da es ansonsten schwierig wäre eindeutig zu identifizieren, was damit gemeint wäre.

Eine “Verdickung” des oberen Rahmens über der rechten “1” gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen. Die oben dargestellte Version, die den Bereich der oberen rechten vier Punkte abdeckt, ist die einzige, die auch das zweite Kriterium aufweist.

Der Punkt über dem ersten “N” von “QUEENSLAND” verläuft nach außen.

Es konnten 5 Exemplare mit beiden Kriterien finden.

Fast 30 Exemplare konnte ich finden, wo dieser Punkt eine Verbindung zum darunter liegenden weißen Oval hat. Dies ist nicht gemeint.

No. 6

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 6

 

Ohne die eindeutige Identifikation von No. 2 durch beide Kriterien, wäre die Eindeutigkeit für No. 6 nicht gegeben.

Hier fehlt der verlaufene Punkt über dem “N” aber die Verdickung über der “1” oben rechts ist identisch.

Hier konnte ich 3 Exemplare finden.

No. 9

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 9

 

Da ich hier nur ein einziges Exemplar gefunden habe, bin ich mir nicht vollständig sicher.

Als Kriterium gilt eine kleine Kerbe oder Scharte an der rechten Seite der Ecke unten rechts.

No. 10

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 10

 

Hier gibt es mehrere Kriterien, von denen ich aber auf zwei Exemplaren nur das eine, oben gezeigte, finden konnte.

Das innere farbige Oval wird unterhalb des ersten “N” von “QUEENSLAND” unterbrochen.

Die anderen Kriterien, Verdickungen von Rahmenabschnitten, konnte ich nicht erkennen.

No. 12:

QLD WT4 1d Plate 3 Flaw 12

 

Im weißen Oval oberhalb vom zweiten “E” in “QUEENSLAND” gibt es einen kleinen, farbigen Punkt.

Um sich sicher zu sein, sollte die Marke nicht gestempelt sein. Zumindest muss der relevante Bereich weiträumig “sauber” sein.

 

No. 20

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 20

 

Gesucht wird eine feine farbige Linie neben der oberen Hälfte des rechten Randes.

Auf fünf Marken habe ich eine Linie gefunden mit unterschiedlichen Längen und Ausprägungen.

Da keine der Varianten mehrfach vorkam, kann keine Aussage über das “richtige” Beispiel getroffen werden.

No. 21

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 21

 

Flaw am vierten Punkt von oben am linken Rand.

Ich habe sechs Marken gefunden, wo dieser Punkt etwas dicker und unförmiger ist und nicht genau in der Linie liegt. Vor Allem gibt es aber grundsätzlich eine “Verlängerung” nach unten.

No. 50

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 50

 

Bei der Beschreibung geht es um eine feine farbige Linie neben dem Rahmen bei der “1” unten rechts.

Von der rechten Variante habe ich mehrere Marken gefunden. Allerdings ist dies eher keine “feine” Linie.

Bei der linken Variante gab es keine zweite Marke, um dies zu bestätigen und die Linie ist fast parallel zur gesamten rechten Seite.

No. 51

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 51

 

Zum Glück habe ich hiervon zwei Exemplare gefunden, um mir sicher zu sein.

Die Beschreibung “zwei Brüche im unteren Rahmen” ließen mich sehr viel kleinere Beschädigungen erwarten. Eine Beschädigung findet sich zwischen “E” und “P” und eine zwischen “P” und “E”.

Beide Marken haben eine Sägezahn-Perforation.

No. 55:

QLD WT4 1d Plate 3 Flaw 55

 

Wieder ein unsicherer Kandidat.

Punkte unterhalb des “E” von “PENNY” sind besonders exponiert und kommen von links bis unterhalb des “E”.

Im Original heißt es “dots Exposee from the lernt through to below the E..” Für eine plausible Übersetzung wäre ich sehr dankbar.

 

No. 59

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 59

 

Der Rahmen unter dem ersten “N” von “PENNY” ist beschädigt.

Da ich zwei entsprechende Marken gefunden, dürfte dies als bestätigt gelten.

No. 91:

QLD WT4 1d Plate 3 Flaw 91

 

Unten am linken Rand sind zwei Punkte verbunden.

 

No. 94 (“Eardrop”)

QLDWT4 1d Plate 3 No 94

 

Das Ohr hat sich hier markant verändert.

Im gesamten Bulk konnten tatsächlich zwei Exemplare gefunden werden.

No. 103

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 103

 

Durch den Querstrich im unteren Teil des zweiten “N” in “PENNY” ist dieser sehr leicht zu erkennen.

Es wurden zwei Exemplare gefunden.

No. 108

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 108

 

Für No. 108 sind zwei einfach zu erkennende Kriterien verantwortlich. In der oberen rechten Ecke fehlt der Punkt und die Ecke ist spitz.

Es gibt recht viele Marken, bei denen oben rechts der Punkt fehlt; zumindest auf den ersten Blick.

Und es gibt auch viele Marken, bei denen diese Ecke “zugespitzt” ist.

Insgesamt habe ich sechs Exemplare gefunden, auf die diese Beschreibung passen könnte.

In den abgebildeten Ecken sind die Spitzen unterschiedlich ausgebildet. Sie stammen sicherlich nicht von derselben Vorlage ab.

No. 112:

QLD WT4 1d Plate 3 Flaw 112

 

Da mir nur eine Marke vorliegt, die passen könnte, bin ich mir nicht ganz sicher.

Relevant ist, dass unter der “1” rechts unten zwei weitere weiße Punkte sind und sich außerhalb des Rahmen weitere Farbe befindet.

Dies scheint mir hier gegeben.

No. 115

QLDWT4 1d Plate 3 Flaw 115

 

In der linken unteren Ecke laufen drei Punkte zusammen

 

Plate 4:

(2×60; April 1900 – Mitte 1904)

No. 60

QLDWT4 1d Plate 4 No 60

 

Ein Fleck im “A” ist das Hauptkriterium. Dieses würde aber auch für No. 120 gelten. Dort kommen aber noch weitere Kriterien hinzu.

Bei Flaw 60 befindet sich der weiße Punkt auf der rechten Seite des “A”. Dies ist wichtig, da es auch Exempare gibt, wo der weiße Punkt links oder ein weißer Strich in der Mitte liegt

Laut Scudder: “similar to the Master Electro flaws on all Not. 26 and 86”

 

No. 120

Zu No. 120 gibt es alleine 20 Varianten, die u.a. abhängig vom Typ sind.

QLDWT4 1d Plate 4 No 120 A

 

Ein Fleck im “A” ist das Hauptkriterium. Dieses würde aber auch für No. 60 gelten.  Für No. 120 kommt noch der weiße Fleck in der linken oberen Kante hinzu.

Oberhalb von “EENSLA” müssten die Punkte miteinander verschmolzen sein, was hier eindeutig nicht der Fall ist.

Es handelt sich um Type I von der linken Spalte.

Insgesamt habe ich 3 Marken mit diesem “A” gefunden. Nur auf einer war die linke Ecke sichtbar und somit der Punkt prüfbar. Verbundene Punkte im oberen Rahmen habe ich grundsätzlich nicht gefunden.

 

Plate 5:

(2×60; Juni 1902 – Dezember 1903)

No. 1

QLDWT4 1d Plate 5 Flaw 1

 

Der obere Rand ist in der Mitte “abgeknabbert”.

Ein dünner Rand oder das Fehlen der Punkte ist nicht ausreichend. Da ich drei Exemplare gefunden habe, bin ich mir ausreichend sicher.

Es gibt weitere Kriterien, die ich aber nicht feststellen konnte.

No. 70

QLDWT4 1d Plate 5 Flaw 70

 

Lücken in der farbigen Begrenzungslinie des inneren Ovals gibt es häufig und an vielen Stellen. Relevant für diesen Flaw ist ein Bruch in der Mitte über dem zweiten “N” von “PENNEY” und ein größerer Bruch unter dem “D” von “QUEENSLAND”.

Plate 6:

(2×60; Juni 1904 – Ende 1907)

No. 10

QLDWT4 1d Plate 6 Flaw 10

 

Auch hier ist nur ein Kennzeichen sichtbar. Ein weißer Fleck rechts neben der “1” oben rechts verbindet diese unten mit dem rechten Rahmen.

Zusätzlich soll es noch einen weißen Fleck zwischen “EN” und einen Strich zwischen “NS” von “QUEENSLAND”, was aber nicht erkennbar war.

 

No. 25 oder 85

Genau, wie bei Typ 1, ist der Fuß der “1” oben rechts mit dem inneren Oval verbunden.

Eine weitere Kennzeichnung liegt leider nichts vor.

 

No. 85 oder 25

Genau, wie bei Typ 1, ist der Fuß der “1” oben rechts mit dem inneren Oval verbunden.

Eine weitere Kennzeichnung liegt leider nichts vor.

 

Plate 7:

(2×60; September 1905 – Mitte 1907)

Es

Plate 8:

(2×60?; Mitte 1907 – Ende 1912)

No. 2

Im rechten Rahmen auf der Höhe des oberen Endes des unteren Dreiecks gibt es doppelte Punkte.

Ohne Vergleichsmaterial gestaltet sich die eindeutige Zuordnung sehr schwierig. Ich habe folgende Varianten gefunden:

Auswahl 1

 

Auswahl 3

Auswahl 2

Auswahl 4

 

Auswahl 5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nur die Auswahl 5 findet sich wirklich auf Höhe der oberen Ecke. Dies wäre aber mit “Fleck auf der Linie” o.ä. beschrieben worden.

Bei Auswahl 1 und 2 ist der Punkt eher verwischt als doppelt.

Auswahl 4 ist ein tolles Bild von Die 1 Type 3.

Nur bei Auswahl 3 finde ich tatsächlich einen zweiten Punkt und kurz darunter ggf. einen zweiten. Hier ist der rechte Rand breiter, wodurch so etwas überhaupt möglich wird.

Wichtig ist es jetzt, weitere Exemplare zu finden. damit eine Regelmäßigkeit festgestellt werden kann.

QLDWT4 Plate 8 Flaw 2

 

Hinzu kommt hier noch der Nummernstempel “610”, der mit “R” eingestuft wird.

No 5

QLDWT4 Plate 8 Flaw 5

Auch hierzu habe ich nur ein einziges Exemplar gefunden und bin mir daher nicht sicher.

Die Beschreibung lautet:”in der oberen rechten Ecke gibt es eine dreieckige Erweiterung des Rahmens im Winkel von 45 Grad und der erste Punkt vor der Ecke im oberen Rahmen ist fest mit der weißen Linie darunter verbunden”.

Plate 8 Flaw 5 Detail

 

Da hier die Verlängerung im richtigen Winkel und die Verbindung des ersten Punktes stimmt, sollte dies den entsprechenden Flaw darstellen.

 

No 10

QLDWT4 Plate 8 Flaw 10

 

Ein kleiner weißer Punkt berührt das obere Ende der “1” unten rechts

No 14

QLDWT4 Plate 8 Flaw 14

 

In der Beschreibung steht, dass ein runder weißer Punkt die linke Seite des “P” berührt und selber kleine Farbpunkte enthält.

Je später die Ausgabe erfolgt, desto mehr verwischen die Konturen.

No 21

QLDWT4 Plate 8 Flaw 21 (eher nicht)

 

Dies ist wieder schwierig zu identifizieren, denn den angeforderten “kleiner weißer runder Punkt oben rechts vom L” gibt es in vielen Varianten.

In der Beschreibung steht “attached”, d.h. der Punkt müsste mit dem “L” verbunden sein, wie dies z.B. bei Flaw 14 der Fall war, wo auch der Begriff “attached” verwendet wurde.

Ggf. bildet keine der beiden Varianten dies ab. Beide Varianten (die beiden linken und die beiden rechten Marken) weisen jeweils einen Punkt an einer anderen Stelle auf. Bei den beiden linken Marken ist der Punkt dichter am “L” und bei den beiden rechten Marken dichter am “A”.

Da dieser Punkt somit zweimal am gleichen Ort lag, gehe ich von einer Systematik aus, bin mir aber nicht sicher.

Die zweite Marke von Links hat aber nicht das Wasserzeichen “runde Krone über A”, welches für Platte 8 und Plate 9 zwingende Voraussetzung ist.

Damit scheiden diese Marken für diesen Flow aus.

No 29

QLDWT4 Plate 8 Flaw 29

 

Auch hierfür habe ich nur einen möglichen Kandidaten gefunden.

Als Merkmal gilt die der Bruch in der inneren farbigen Oval-Linie zwischen “NE”.

 

No 51

QLDWT4 Plate 8 Flaw 51

 

Bei diesem Flaw oberhalb der “1” unten links geht davon aus, dass die Platte bei der Herstellung beschädigt wurde.

Ich konnte passende 2 Marken im “Untersuchungshaufen” finden.

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Plate 9:

(2×60?; Mitte 1907 – Ende 1912)

Es

 

QLDWT4 Plate 9 Flaw 60

 

Bei diesem Flaw rechts oberhalb der “1” unten rechts geht davon aus, dass die Platte bei der Herstellung beschädigt wurde.

Ich konnte passende 2 Marken im “Untersuchungshaufen” finden.