The Australian Philatelist


Volume 5 / 2017 (issued: 2017 Sep. 13)

von Manfred Klimmeck, Schöneck

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Suchbegriffe: Queensland, Dubletten

Von diesen Marken besitze ich “nur” 81 Dubletten. Trotzdem konnten Typen und Flags identifiziert und dargestellt werden.

Die beiden Farbvarianten

  Im Michel-Katalog gibt es “nur” die beiden Varianten “rosa” (Mi. 97) und “violett auf hellblau” (Mi 98), wobei die rosa-Variante postfrisch doppelt so teuer und gestempelte zehn mal so teuer ist, wie “blaue” Variante. Stanley Gibbons unterscheidet mit den Nummer SG 236 – 239 vier Varianten und entspricht somit den Angaben bei Scudder:
  • Oct. 1898 Rosine (SG 236 rose)
Diese Farbe war nur 10 Wochen im Einsatz. Geschätzt wurden nur 75.000 dieser Marken verausgabt; und 5 Exemplare davon sind in meinem Album.

Farb-Varianten (ohne Rosine)

 
  • Jan. 1899 Slate-Lilac (SG 237 purple-blue) auf blauem Papier
  • Sep. 1900 Brown-Purple (SG 238 brown purple/blue)
  • May 1908 Pale “Slate” (SG 239 slate / blue)
  Ich gehe davon aus, dass der scan oben diese drei Varianten darstellt, weiß aber leider nicht, welche davon zu welcher Farbe gehört.
Wie auch bei den anderen anderen Ausgaben mit Ziffern in vier Ecken wurde auch dieses Design aus den früheren Marken mit zwei Wertziffern abgeleitet. Es gibt auch hier “Quadruples”, das heißt Einheiten von vier Marken, die alle ein eigenes Bild (Type) haben.
Die Platte mit 120 Marken besteht auch hier aus zwei Electros mit jeweils 60 Einheiten. Die Farbe Rosine entsprach schon zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht den Regeln der UPU. Seit 1897 hätte sie in “dark Blue” produziert worden sein, was drei Monate später dann ja auch korrigiert wurde. (So musste 1d in rot und ½ d in grün produziert werden) Die Verpflichtung, diesen Vorschlägen zu folgen gab es erst ab dem UPU Kongress 1906 in Rom aber Queensland hatte sich entschieden, sich bereits ab 1899 daran zu halten. Zumindest tendenziell, denn auch purple-blue und Slate-blue entsprachen nicht dem geforderten dunkelblau.

Die I:

Typ 1 :

QLDWT4 2,5d Die 1 Type 1

  Die beiden Kriterien sind auch bei dieser Vergrößerung bereits gut zu erkennen. Zum einen fehlt ein Teil des rechten Randes auf Höhe der “1” unten rechts. Zum anderen gibt unterhalb des “L” von “HALF” zwei ineinander verschmolzene Punkte, die auch in dieser Abbildung noch so gerade zu erkennen sind.

Typ 2:

QLDWT4 2,5d Die 1 Type 2 Fleck

Auf Höhe des 13. Punktes von oben wurde aus dem weißen Punkt im Zopf ein weißer Strich, der mit dem weißen Medaillon verbunden ist (siehe links).

QLDWT4 2,5d Die 1 Type 2 Linie

  Links unten sind beiden Ziffern “2” mit einer kleinen Linie verbunden.

Typ 3:

Es gibt dunkle Flecken im weißen Rahmen unterhalb “F” von “HALF”, “PE” und dem ersten “N” von “PENNY”

Typ 4:

Der Mittelstrich im “H” von “HALF” sitzt viel tiefer wie üblich. Wie in Type 1 ist auch hier der rechte untere Rand beschädigt; dies wird aber nicht als Kriterium gelistet.  

weitere Die´s

Die 1a

QLDWT4 2,5d Die 1a Type 3 Flaw

  Oben am Haarknoten gibt es einen farbigen Punkt. Ich habe drei Beispiele mit leicht unterschiedlicher Ausprägung gefunden. Dies findet man zweimal im Bogen, nämlich bei 19 und 79  

Die 2a

Am linken Bein vom ersten “N” in “PENNY” gibt es einen farbigen Punkt. Diesen konnte ich dreimal entdecken und bin mir daher sicher.

QLDWT4 2,5d Die 2a Type 1

  In diesen beiden Beispielen ist die “Verletzung” des rechten Randes nur minimal ausgeprägt, ggf, ist dies der Grund, warum dies nicht als Kriterium erwähnt wurde.

QLDWT4 2,5d Die 2a Type 1 Flaw

  Auf dieser Ausschnitts-Vergrößerung ist der farbige Punkt besser zu erkennen. Dies kommt bei folgenden acht Positionen vor: 3, 45, 47, 49, 63, 105, 107, 109

Flaws:

Die meisten Flaws findet man auf den “Rosine printings”, allerdings findet man einige davon auch noch in späteren Ausgaben. No 4

QLDWT4 2,5d Type 2 Flaw 4

Der Punkt in der Ecke fehlt

QLDWT4 2,5d No 4 Option 2

  Wenn man keine zwei Marken mit identischer Darstellung findet, wird man unsicher. Im Original-Text steht “the dot next to the Corner dot is either missing or indistinct…” Im obigen Beispiel fehlt der Punkt in der Ecke und hier fehlt der “Punkt unter dem Punkt in der Ecke”. Hinzu kommt, dass es hier die Verlängerung des äußeren Randes in der Ecke oben links gibt. In beiden Fällen wird ein weiteres Exemplar benötigt, um sicherer zu sein. No 11 (ggf. auch 71)

QLDWT4 2,5d No 11

  Diese Marke muss groß und als Ganzes abgebildet werden, da die drei Identifikation-Kriterien verstreut und schwer zu erkennen sind. Durch einen Bruch der dritten Schattierungslinie unter dem Auge ergibt sich ein weißer Punkt auf der Wange. (Sollten alle drei Kriterien zutreffen und zusätzlich noch ein zweiter Bruch auf der sechsten Linie zu finden sein, handelt sich um No. 71) Gut zu sehen ist auch der zusätzliche kleine Punkt im Rahmen links von den üblichen Punkten auf der Höhe, wo unten links die Ziffer “2” mit dem “Kopf” fast den Rahmen berührt. Das dritte Kennzeichen ist alleine nicht ausreichend aber gut zur Bestätigung der Einordnung geeignet. Der sechste Punkt von oben im Rahmen oben rechts weist eine feine vertikale Linie (von oben nach unten) durch diesen Punkt auf.         No 41  (ggf. auch 101)

QLDWT4 2,5d Flaw 41 101

Auf beiden Exemplare, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Farbe zu unterschiedlichen Zeitpunkte herausgebracht sein müssen, sieht man die dreieckige spitze Erweiterung der Ecke oben links.
Bei Flaw 101 gibt es weitere Kriterien, die dort erläutert werden. Aufgrund von Stempelfarbe konnte dies hier nicht geprüft werden.
No 48 (Type II)

QLDWT4 2,5d Type 2 Flaw 48

Die beiden Kriterien kann man bereits bei diesem kleinen Format eindeutig erkennen.
Im oberen Rand fehlt der fünfte Punkt von links. Zusätzlich gibt es eine Beschädigung in einer Schattierungslinie unterhalb des Ohres, wodurch der Anschein eines hellen Striches entsteht.
No 51 (Type III)

QLDWT4 2,5d Type 3 Flaw 51

Der linke Rand ist auf der Höhe der Kinnspitze (dann nach unten) für ca 4.0 mm verdünnt.
Rechts neben den Lippen sieht man einen weißen Fleck, der durch einen Bruch in der Schattierungslinie entstanden ist.
No 99 (Type III)

QLDWT4 2,5d Type 3 Flaw 99 komplett

 Die Pointe bei dieser Marke findet sich in der Ecke unten links und bedarf einer vergrößerten Abbildung.

QLDWT4 2,5d Type 3 Flaw 99 Ecke

 Hier kann man die “v”-förmige Einkerbung sehen, dieses Flaw definiert.
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No 101  (ggf. auch 41)

QLDWT4 2,5d Flaw 41 101

Auf beiden Exemplare, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Farbe zu unterschiedlichen Zeitpunkte herausgebracht sein müssen, sieht man die dreieckige spitze Erweiterung der Ecke oben links.
Bei Flaw 101 gibt es weitere Kriterien, die dort erläutert werden. Aufgrund von Stempelfarbe konnte dies hier nicht geprüft werden.
Das “O” von “TWO” ist durch eine feine Linie mit dem “F” von “HALF” verbunden und dieses “F” berührt die darunter liegende Linie.